|
Geboren 1969 in Hartford, GB, (seit 1972 in der Schweiz) Lebt und arbeitet in Basel, Schweiz Born 1969 in Hartford, GB, (since 1972 in Switzerland) Lives and works in Basel, Switzerland |
||
![]() Schneeregenplaneten durch die offene Balkontüre, 2003, C-Print, 61 x 79 cm / 111 x 143 cm ![]() Schneeregenplaneten durch die offene Balkontüre, Detail, 2003 C-Print, 61 x 79 cm / 111 x 143 cm ![]() Schneeregenplaneten in Landschaft, mit See im Hintergrund, 2003 C-Print, 61 x 79 cm / 111 x 143 cm ![]() Viele Schneeregenplaneten, 2003 C-Print, 61 x 79 cm / 111 x 143 cm ![]() Schneeregenplaneten zwischen den Büschen, 2003 C-Print, 61 x 79 cm / 111 x 143 cm ![]() Schneeregenplaneten zwischen den Büschen, 2003 C-Print, 61 x 79 cm / 111 x 143 cm ![]() Schneeregenplaneten aussen, vor dem Fenster, 2003 C-Print, 61 x 79 cm / 111 x 143 cm ![]() Schneeregenplaneten hinter Fenster, Detail, 2003, C-Print, 61 x 79 cm / 111 x 143 cm |
Einzelausstellungen Solo Exhibitions 2004 Tony Wuethrich Galerie, Kabinett, "Schneeregenplaneten", Basel 2003 Galerie L’oeil de Poisson, Quebec City / Kanada "Manifestation Internationale d’Art de Quebec”, Quebec City / Kanada 2002 Kunstraum Alter Wiehrebahnhof, Freiburg / D 1999 Projektgalerie Barak, Bern Gruppenausstellungen Group Exhibitions 2003 Galerie Expression, "UNDO”, Saint-Hyacinthe / Kanada "Kunstraum Alter Wiehrebahnhof zu Gast im Schwarzen Kloster”, Freiburg / D 2002 Kunsthalle Palazzo, ERNTE ’02, Liestal Backpackers Hotel Luzern, "OneNightStand”, Luzern Kunstverein Freiburg, "Beinahe wirklich", Freiburg / D Galerie Stapflehus, Regionale 2002, Weil am Rhein / D 2001 Installation im Becken der Frauenbadi in der Limmat, Zürich Kunsthaus Baselland, Regionale 2001 2000 Kunstprojekt im Peter - Merian - Haus, "GastSpiel", Basel Kunsthalle Basel, Regionale 2000 1999 Galerie Mäder, Basel 1998 Galerie Kunstkeller, Bern Galerie Werkstatt, "Skulpturen und Neue Medien", Reinach Villa Winkelwiese, "Zenobar im Turm", Zürich Installation in Zusammenarbeit mit Urs Cavelti, Escher - Wyss - Platz Unterführung, Zürich 1997 Galerie Kunstkeller, "art - room for newcomers", Bern Kunsthaus Baselland, SELECTION 1997 1996 Ausstellung Kiefer - Hablitzel Stipendium, Basel Galerie Mäder, Basel 1995 Diplomausstellung der freien Kunstklassen, Basel Galerie Werkstatt, Reinach Kunsthalle Basel, Jahresausstellung 1993 Paracelsus - Künstleratelier im Werkareal CIBA, Basel Schneeregenplaneten – Neue Fotografien von Erika Maack Text von Markus Stegmann Eine Tür steht offen, "Schneeregenplaneten" schweben herein. Draussen, vor dem Fenster eines kahlen, unbehausten Innenraumes, treiben sie in geheimnisvoller Nacht leicht wie Irrlichter vorbei. Sie lassen schemenhaft die Ufer eines kleinen Sees und die Büsche einer verwunschenen, unwirklichen Landschaft erkennen. Ein fragmentarisch erinnerter Traum? Szenen eines Films oder die Topograhie eines rätselhaften Märchenmodells? Welchen Aggregatzustand der Wirklichkeit spiegeln die neuen Fotografien von Erika Maack, die ihnen den leichtfüssigen, anspielungsreichen Titel "Schneeregenplaneten" gab? Und was sind überhaupt "Schneeregenplaneten"? Etwas zwischen flüssig und fest, zwischen winzig klein und unbeschreiblich gross. Von unbestimmbarer Planetenhöhe herabtaumelnder Sehnsuchtsschnee? Die hellen, weissen Lichter erscheinen weich und wattig, als seien sie nicht beschienen, sondern würden aus sich heraus wie Glühwürmchen schwaches Licht in die verzauberte Nacht werfen. Zugleich können sie aber auch als gasförmige, nahezu materielose Himmelskörper betrachtet werden, vielleicht sogar als unbekannte Flugobjekte, die in grosser Zahl sanft und langsam wie Ballone herabschweben, hier und da die Erde berühren, wieder aufsteigen und – von unbekannten Kräften gelenkt – noch ein wenig weitertreiben. Das Zerstörungspotential herabstürzender Himmelskörper ist fortgezaubert, statt dessen fasziniert ihre Lichtenergie, ihr traumwandlerisch chamäleonhaft sich wandelndes Wesen, ihre offene Unentschlossenheit, hierhin und dorthin zu schweben. Ihre Weichheit verdanken die "Schneeregenplaneten" einer die Fotografien teilweise erfassenden Unschärfe. Die traditionelle Unterscheidbarkeit zwischen Vorder-, Mittel- und Hintergrund löst sich partiell zugunsten einer durchlässigen Atmosphäre auf, die uns in die Bilder hineinsaugt. Wir werden selbst zu schwebenden Elementen, fliegen mit den Lichtkörpern vorbei am leeren Haus über die verzauberte Märchenlandschaft und würden uns nicht wundern, wenn sie plötzlich von rätselhaften Figuren belebt würde. Ausgehend von einem Modell erwecken die Fotografien von Erika Maack romantisierende Eigenschaften des Naturschönen, indem sie mit schlafwandlerischer Leichtigkeit auf einem schmalen Grat von inszenierter Künstlichkeit und emotionaler Verzauberung balancieren. Damit stehen sie im Zentrum eines virulenten Bereichs der zeitgenössischen inszenierten Fotografie, die sich – ganz im Gegensatz zur unterkühlten Fotografie der achtziger und neunziger Jahre – nicht mehr scheut, emotionale und durchaus klassische Themen wie das Naturschöne neu zu formulieren. Dass Erika Maack dies nicht ungebrochen geschehen lässt, zeigt ihr souveräner Umgang mit dem suggestiven Spannungsbogen zwischen emotionaler Bildkraft und modellhafter Fragilität, der den Arbeiten ihre Glaubwürdigkeit verleiht. |
|
| © Tony Wuethrich Galerie, Basel/CH. |